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29 Jun 20

Anlaufstellen für Sportbegeisterte

Behindertensport- und Inklusionsgruppen finden

Sport im Verein ist für viele Menschen fester Bestandteil ihres Alltags: Er stärkt die Gemeinschaft, ist gut für die Gesundheit und macht Spaß. Besonders Menschen mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung kommt regelmäßige Bewegung zu Gute. Denn Sport ist nicht nur für die körperliche Fitness wichtig,...

Sport im Verein ist für viele Menschen fester Bestandteil ihres Alltags: Er stärkt die Gemeinschaft, ist gut für die Gesundheit und macht Spaß. Besonders Menschen mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung kommt regelmäßige Bewegung zu Gute. Denn Sport ist nicht nur für die körperliche Fitness wichtig, sondern auch für das mentale Wohlbefinden: Es fördert soziale Kompetenzen und Selbstbewusstsein, was sich wiederum positiv auf den Alltag auswirkt.

Seit 2008 ist die Teilnahme am kulturellen Leben für Menschen mit Beeinträchtigung in der UN-Behindertenrechtskonvention verankert. Diese beinhaltet eine Vielzahl spezieller, auf die Lebenssituation behinderter Menschen abgestimmte Regelungen. Dabei geht es nicht nur um Theater und Museen, sondern auch um Sport- und Freizeitangebote. Diese müssen so gestaltet sein, dass alle teilnehmen können, wenn sie es denn möchten – was sich sowohl auf einen barrierefreien Zugang zu Kultur- oder Sportstätten als auch auf die Angebote selbst bezieht. Letztere sind generell in zwei Sparten zu unterteilen: Inklusions- und Behindertensport. Inklusionssport beschreibt die Möglichkeit für behinderte Menschen, gleichberechtigt an öffentlichen Sportangeboten teilzunehmen, Behindertensport hingegen ist ausschließlich für Menschen mit Beeinträchtigung gedacht.

Viele lokale Vereine bieten Inklusionsgruppen nur für bestimmte Sportarten an, einige hingegen heißen behinderte Personen in allen Teams willkommen. Da dies unterschiedlich gehandhabt wird, lohnt es sich immer, beim örtlichen Sportverein nachzufragen. Weitere Informationen zu Inklusionsangeboten finden sich zudem bei Volkshochschulen oder auf der Seite der jeweiligen Bundessportverbände. Ebenfalls spannend: Auch der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband hat sich verpflichtet, Menschen mit Beeinträchtigung Zugang zu ihrem Sportangebot zu gewährleisten. Hier gibt es die Möglichkeit, zusätzliche Unterstützung in Form einer Assistenz zu erhalten. Obwohl sich dieses Angebot natürlich hauptsächlich an Studierende richtet, sind oftmals auch Gäste für das Sportangebot zugelassen. Informationen dazu finden sich auf der Website der jeweiligen Hochschule.

Möchten Menschen mit Beeinträchtigung spezielle Angebote des Behindertensports wahrnehmen, finden sie weitere Informationen dazu auf der Website des Deutschen Behindertensportverbands (www.dbs-npc.de/leistungssport-sportarten.html). Hier gibt es Angebote sowohl für Paralympische als auch für viele weitere Sportarten, die explizit für Menschen mit Beeinträchtigung ausgelegt sind. Gerade wer sich für Leistungssport interessiert, wird an dieser Stelle fündig: Hier werden sowohl die spezifischen Regeln erklärt, die bei Wettkämpfen von Behindertensportarten gelten, als auch passende Vereine vermittelt. Aber auch jeder Hobbysportler kann hier ein Angebot aufstöbern. Für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung gibt es parallel zu den Paralympics die Special Olympics. Auf deren Seite werden ebenfalls diverse Sportgruppen angeboten (https://specialolympics.de/). Zusätzlich haben sich in den letzten Jahren auch vermehrt lokale Vereine rund um den Behindertensport gebildet. So gibt es beispielsweise in Berlin mehrere Behindertenfußballclubs. Diese sind bei den Behindertensportverbänden der Länder aufgelistet.

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28 Mai 20

Handicap-Sport im Wandel der Zeit

Entwicklung des Sports für Menschen mit Beeinträchtigung

Sportarten für Menschen mit Beeinträchtigung ergänzen in der heutigen Zeit wie selbstverständlich das klassische Sportangebot. So erfreuen sich Blindenfußball, Rollstuhlbasketball oder diverse andere Aktivitäten immer größerer Beliebtheit. Längst sind die Namen von paralympischen Athleten fast so bekannt wie die der olympischen. Doch das war nicht...

Sportarten für Menschen mit Beeinträchtigung ergänzen in der heutigen Zeit wie selbstverständlich das klassische Sportangebot. So erfreuen sich Blindenfußball, Rollstuhlbasketball oder diverse andere Aktivitäten immer größerer Beliebtheit. Längst sind die Namen von paralympischen Athleten fast so bekannt wie die der olympischen. Doch das war nicht immer so: Blicken wir nur knapp 70 Jahre zurück, so diente der Sport für Menschen mit Beeinträchtigung zunächst hauptsächlich medizinischen Zwecken.

Mit der Gründung des Deutschen Versehrtensportverbands 1951 wurden Vereine organisiert, die zunächst hauptsächlich Kriegsverletze wieder eingliedern und in das Arbeitsleben zurückführen sollten. In den 1970ern öffneten sich die Vereine auch für Zivilisten mit Behinderung. Damit einher ging die Umbenennung in den Deutschen Behindertensportverband (DBS). In den 1980er Jahren bildeten sich immer mehr Sportgruppen aus Menschen mit und ohne Handicap, die zusammen einen integrierten Sport anstrebten. Gemeinsam wollte man so gegen Ängste und Vorurteile angehen.

Dass dieses Vorhaben immer besser gelang, wurde schließlich durch das wachsende Interesse an den Paralympischen Spielen deutlich. Diese finden seit 1960 immer im gleichen Jahr wie die Olympischen Spiele statt, ließen aber zunächst nur Rollstuhlfahrer zu – 1976 starteten erstmals auch Sportler mit anderen Beeinträchtigungen, darunter auch Sehbehinderungen. 1988 entwickelten sich die Paralympics mit einem neuen Teilnehmerrekord von über 3.000 Athleten zu einer echten Großveranstaltung, nur ein Jahr später wurde die Gründung des Internationalen Paralympischen Komitees beschlossen. Seither wurden immer mehr Sportarten ins Programm des Events aufgenommen. Zusätzlich gibt es heute auch die Deaflympics für Gehörlose und die Special Olympics für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Die Paralympics führten dazu, dass sich immer mehr Menschen für Handicap-Sport begeisterten. So zählt der DBS heute weit mehr als 500.000 Mitglieder, die in 5.600 Vereinen deutschlandweit aktiv sind.

Auch beim Deutschen Fußballbund (DFB) ist Handicap-Fußball seit Jahren ein wichtiges Thema. Zahlreiche Spielformen wie Blinden-, Gehörlosen-, Rollstuhl- oder Sitzfußball werden angeboten. Dabei geht es nicht nur um den Fußball selbst, sondern vor allem um das gemeinschaftliche aktiv sein in einer Gruppe. So leistet der Sport für Menschen mit Beeinträchtigung heute weitaus mehr als in seiner früheren Funktion als Rehabilitationsmittel: Er sorgt dafür, dass die Menschen mehr Selbstwertgefühl, Spaß an der Bewegung und Teamgeist entwickeln.

Informationen zum Sportangebot für Menschen mit Beeinträchtigung finden Interessierte unter www.dbs-npc.de oder unter www.dfb.de.

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30 Apr 20

Gemeinschaftssport erhöht Lebensqualität

Sport fördert Mobilität, soziale Kompetenz und Selbstbewusstsein

Das sportliche Angebot für Menschen mit Beeinträchtigung ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Verschiedene Ballsportarten wie beispielsweise Sitzvolleyball, Fußball oder Rollstuhlbasketball, aber auch Tennis, Tischtennis, Leichtathletik, Radfahren und Schwimmen sind klassische Breitensportangebote, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Neben den traditionellen Sportarten werden auch Fun-...

Das sportliche Angebot für Menschen mit Beeinträchtigung ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Verschiedene Ballsportarten wie beispielsweise Sitzvolleyball, Fußball oder Rollstuhlbasketball, aber auch Tennis, Tischtennis, Leichtathletik, Radfahren und Schwimmen sind klassische Breitensportangebote, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Neben den traditionellen Sportarten werden auch Fun- und Trendsportarten wie Kajak, Karate, Klettern, Tanzen oder Segeln im Rahmen von Spiel- und Sportfesten an die verschiedensten Arten von Behinderungen angepasst und angeboten. Dabei sind Leistungsvergleiche durchaus inbegriffen, wobei nicht die absolute Spitzenleistung im Vordergrund steht, sondern vielmehr das gemeinschaftliche, sportliche Miteinander.

Gerade Menschen mit einer Behinderung können von regelmäßiger Bewegung und den damit verbundenen positiven Auswirkungen in hohem Maße profitieren: Sport fördert nicht nur die körperliche Fitness und motorische Fähig- und Fertigkeiten, er verbessert zudem die soziale Kompetenz und somit auch die Lebensqualität. Diese Verbesserungen können eine erhöhte Leistungsfähigkeit in Alltag und Beruf mit sich bringen und Voraussetzung für eine gesteigerte Mobilität und damit verbundene gesteigerte Autonomie sein.

Regelmäßige Bewegung sorgt zudem für eine positivere Selbstwahrnehmung. Menschen mit Beeinträchtigung erkennen beim Sport, dass sie doch viel mehr erreichen können, als sie sich vielleicht selbst zugetraut haben – so schafft Sport Erfolgserlebnisse und leistet einen wertvollen Beitrag zur Stärkung des Selbstbewusstseins. Das ist für Menschen, deren Alltag vielfach Herausforderungen mit sich bringt, besonders wichtig.

Ganz nebenbei hat der Behindertensport einen immensen Integrationswert: Sport kennt keine Grenzen, verbindet Menschen aller Altersstufen, sozialen Schichten und Kulturen – mit und ohne Beeinträchtigung. Durch gemeinsame Aktivitäten und den Austausch mit anderen Sportlern und Gleichgesinnten werden Menschen mit Handicap stärker in die Gesellschaft eingebunden.

Wer sich über das Sportangebot für Menschen mit Behinderung informieren möchte, findet auf der Website des Deutsche Behindertensportverbandes (DBS) unter www.dbs-npc.de einen umfassenden Überblick sowie Kontaktadressen zu den einzelnen Landesverbänden.

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